Von dick nach dünn, die lange Reise zu mir selbst

 Angefangen hat es im Sommer 1997. Ich wog 131 kg und war sehr unzufrieden mit mir. Auslöser für den Entschluss, nun doch endlich abzunehmen, war mein Sohn. Irgendwann stellte ich fest, dass er sich für mich, bzw. mein Aussehen, schämte. Es musste also etwas passieren. Aus gesundheitlichen Gründen war es für mich sehr wichtig, den Blutdruck niedrig zu halten. Das war auch ein Grund, der für das Abnehmen sprach.

Anfang 1998 empfahl man mir, den Weg über Akupunktur zu probieren. Wichtigste Erkenntnis war die, dass die Akupunktur die Diät, die man wählt, nur unterstützte. Das bedeutete, dass die gesetzten Nadeln das Hungergefühl reduzieren konnten.

Während der ersten drei Tage der Reduktion mit den Akupunkturnadeln hatte ich leichte Kopfschmerzen und ein abnehmendes Hungergefühl. Die Kopfschmerzen entstanden durch die Entgiftung und das Hungergefühl wurde weniger, weil der Blutzuckerspiegel sank. Nach drei Wochen brachte ich 8,3 kg weniger auf die Waage.

Jetzt folgten drei Wochen Erhaltungsphase, die pro Tag 1.200 kcal. zuließ. Sie ermöglichte es dem Körper, sich an sein neues Gewicht zu gewöhnen. In jeder dieser drei Wochen wurde ein Fastentag eingelegt.

Nach diesen drei Wochen Erhaltungsphase wurden wieder Nadeln gesetzt, wieder waren es 7,7 kg weniger Körpergewicht. Ein tolles Gefühl! Ich hatte mir zum dritten Mal die Nadeln setzen lassen und noch einmal nahm ich 6 kg ab.

Während des Sommers und in der Urlaubszeit nahm ich nicht ab. Im Herbst des Jahres startete ich neu durch und hatte bis dahin 30 kg abgenommen. Doch nun kam die Weihnachtszeit mit all ihren Versuchungen. Ich wurde schwach und bezahlte mit einer Gewichtszunahme von 11,3 kg. Ab Februar fing ich wieder mit der Diät an. Um die Sünden der Weihnachtszeit auszugleichen brauchte ich bis zum Sommer des Jahres. Bis zum Ende dieses Jahres nahm ich dann nochmals 13,2 kg ab.

Insgesamt waren es jetzt 41,9 kg.


Wieder kam Weihnachten. Diesmal kostete mich diese Auszeit gute 8 kg. Inzwischen war ich mir darüber im Klaren, dass ich, um mein Gewicht halten zu können, sehr viel disziplinierter leben musste.

Auch im Januar 2000 habe ich mir die Nadeln wieder setzten lassen. Von Januar bis Ende März 2000 habe ich 10 kg abgenommen. Insgesamt habe ich jetzt 53 kg abgenommen.

Jetzt ging ich auch ins Fitness-Studio. Erst als ich nicht mehr ganz so dick war bin ich dorthin gegangen. Anfänglich hat mich meine Leibesfülle beim Sport gestört und natürlich behindert. Zusätzlich habe ich mich geniert. Ich will damit sagen, dass ich vollstes Verständnis für jeden habe, der dick ist und nicht gleich von Anfang an Sport betreibt: das Fett stört.

Im Oktober 2000 habe ich einen sportmedizinischen Check machen lassen, um zu erfahren, ob mein Körper die Wandlung gut überstanden hatte. Er hatte! Blutdruck und Herzfrequenz normal, Nieren ohne Befund!

All diese Veränderungen hatten zur Folge, dass ich meine Einstellung zur Gesundheit sehr verändert habe und ich beschloss meinen Beruf zu ändern. Mein Bedürfnis nach mehr Wissen um Gesundheit und Sport mündeten darin, dass ich nun studierte. Ich absolvierte ein Studium und bin nun Gesundheitstrainer (IST).

   

 

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