Motorrad-Leidenschaft

Hier auf diesen Seiten möchte ich von meiner Leidenschaft erzählen, die nur durch das Abnehmen zur Realität wurde: dem Motorrad fahren!!

Ich möchte von meinen Anfängerschwierigkeiten, den Ängsten, schönen Ausfahrten, tollen Reisen, netten Menschen, Umfallern und meinen speziellen Erfahrungen mit der Sicherheit rund um das Motorrad berichten.

 

   
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BMW R 45 von 1982

Schon seit ich 14 oder 16 Jahre alt war schwärmte ich für Motorräder. Typen, die eine Maschine hatten, waren hoch im Kurs. Mich hat es fasziniert, mit was für Geschwindigkeiten man fahren kann. Der Klang der Motorräder war immer Musik in meinen Ohren. Das Gefühl frei zu sein, ist einfach fantastisch. Mein erster Freund hatte ein Motorrad eine kleine Yamaha, 50ccm. Wir sind damals viel unterwegs gewesen und es hat riesig Spaß gemacht als Sozia mit durch die Gegend zu düsen. Auch den ersten Unfall mit Krankenhausaufenthalt habe ich in dieser Zeit erlebt. Es war ziemlich schlimm, trotzdem tat es der Leidenschaft keinen Abbruch. Nun bekam ich sogar von den besorgten Eltern einen Helm, Nierengurt und eine richtige Motorradlederjacke. Das war was besonderes, immerhin schrieben wir da das Jahr anno 1976. Ich fühlte mich wie eine richtige Motorradbraut.
 
 

 

 

 

Na ja, die Liebe, der Mann und leider auch das Motorrad gingen, aber ganz versteckt blieb die Leidenschaft.
Etliche Jahre und Männer ohne Motorrad vergingen, bis ich meinen jetzigen Mann kennen lernte. Der hatte damals ein Motorrad und klaute mir mit seiner Maschine in der kleinen engen Straße, wo Freunde von mir wohnten und die ich besuchen wollte, den Parkplatz. Ich kam damals mit einem etwas größeren Auto. So fing es an. Es kam, was kommen musste, wir wurden ein Paar.

Viele Reisen, vor allen Dingen nach Skandinavien unternahmen wir mit seinem Motorrad, anfänglich war es eine BMW R 45, dann eine R 80 RT, damals das neuste und schönste Reisemotorrad. Wir waren immer so nah am Geschehen dran, immer waren die schönsten Flecken unsere, Parkplatzprobleme gab’s nicht. Egal, wie einfach wir wohnten oder zelteten, es war fast immer super. Nie in meinem Leben hatte ich so direkt und bewusst Land und Leute kennen gelernt, wie das jetzt der Fall war.

   

 

Im Jahr 2003 haben wir in den USA Ferien gemacht. Es war einfach nur Spitze. Um das Ganze zu Toppen hatte sich mein Mann damals für drei Tage eine Harley Davidson gemietet, eigentlich überhaupt nicht unsere Marke. So am Strand lang fahren, dem Sommerwind sich um die Nase wehen lassen, das war es!!!! Auch unser Sohn war infiziert. Was das bedeutete, wurde erst zu Hause klar: umgehend machte unser Sohn den kleinen Motorradführerschein und fuhr nun stolz eine kleine Suzuki mit 80 ccm. Zeitgleich entschied er sich eine Lehre als Zweiradmechaniker zu absolvieren. Die passende Lehrstelle dazu, fand er relativ schnell. Nun gab es nur noch ein Thema: Motorräder.

Ich für mich beschloss, wenn mein Sohn 18 Jahre alt werden würde, würde ich den Motorradführerschein haben. Im Mai 2005 war es dann soweit. Ich hatte den Führerschein mit Bravour gemacht und war einen Tag später stolze Besitzerin einer Nigelnagelneuen BMW F 650 gs. Aber alleine fahren macht nicht halb so viel Spaß, wie wenn man die Leidenschaft mit seinem Partner teilen kann. Zwei Monate später hatte auch mein Mann sein Motorrad: ein BMW R 100 RT, allerdings Baujahr 1983 (hierbei handelte es sich um einen speziellen Wunsch meines Mannes). Seit dem fahren wir gemeinsam durch Deutschland und Europa und haben dabei viele nette Menschen und spannende Gegenden  kennen gelernt. Wir sind wie vor über 20 Jahren wieder nah an Land und Leuten!